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Alles für mein Tier 02/17

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MENSCH & TIER |

MENSCH & TIER | RASSEPORTRÄT kleine bis mittelgrosse Ohren Breite Schnauze und breite Nase eleganter Kopf, mehr länglich als breit ElN LEO lM WOHNZlMMER Sehr adrett, diese Leopardette: Bengalkatzen bringen Wildkatzen-Flair in Ihr Zuhause. 28 Bild: © Borkin Vadim/Shutterstock.com

MENSCH & TIER | RASSEPORTRÄT Leopardette, so nennt man die Bengalkatze auch aufgrund der charakteristischen Leopardenflecken im Fell. Und sie sieht wirklich aus wie eine Mini-Ausgabe ihrer stolzen Verwandten. Zum Glück sind diese beeindruckenden Samtpfoten aber nicht ganz so wild wie Leoparden, sondern überzeugen vielmehr mit einem außerordentlich liebenswerten Charakter: „Die Bengalkatze ist eine sehr aktive Katzenrasse mit großem Spiel- und Bewegungsdrang. Sie zeichnet besonders ihre Neugier und ihre Vorliebe für Wasser aus, sie ist sehr schlau und lernfreudig und bezaubert mit ihrem offenen und gesprächigen Wesen“, erzählt Sandra Falb, begeisterte Züchterin der schönen Miezen im oberösterreichischen Schneegattern. Kleine Rabauken sind sie allemal, ist ihre Urmutter doch eine Asiatische Wildkatze, die mit einem schwarzen Kater, einer normalen Hauskatze, verpaart wurde. Das Ergebnis ist eine temperamentvolle und dennoch anhängliche Katze, die besonders aufgrund ihres exotischen Erscheinungsbildes geschätzt wird. charakteristische Leopardenflecken Geschichte der Bengalkatze Die amerikanische Genetikerin Jean Mill begann in den 1960er-Jahren mit der Zucht von Bengalkatzen. Erst rund 20 Jahre später war die gepunktete Schönheit eine offiziell eingetragene Rasse. Nach mehreren Ein- und Rückkreuzungen mit orientalischen Rassen hatte sich die exotische Bengal in ihrem heutigen Standard etabliert. Seither erobert sie auf leisen Pfoten immer mehr Herzen von Katzenliebhabern, die sich eine anschmiegsame „Wildkatze“ wünschen. Schlank‚ grazil und aktiv Bengalen sind schlanker und auch ein wenig zierlicher als gewöhnliche europäische Hauskatzen, weisen jedoch einen muskulösen Körperbau auf, was nicht zuletzt an ihrer Riesenportion Energie liegt. Katzen wiegen durchschnittlich vier Kilo, Kater bringen bis zu sechs Kilo auf die Waage. Sie haben kräftige Beine, mit denen sie hervorragend springen können. Der Kopf ist mehr länglich als breit, die Ohren sind eher klein und weit auseinanderstehend am Kopf platziert. Gemäß den Rassestandards sind bei den Bengalen grundsätzlich nur zwei Fellzeichnungen erlaubt: „marbled“ (gestromt) und „spotted“ (gepunktet), da- zu gibt es mehrere anerkannte Farben (brown, snow, silver) in verschiedenen Variationen. Das Fell ist kurz, sehr seidig und liegt eng am Körper an. DlE BENGAL BEZAUBERT MlT lHREM OFFENEN UND GESPRÄCHlGEN WESEN. Safari im Wohnzimmer Wer sich in eine Bengalkatze verliebt hat, muss sich auf so einiges gefasst machen, denn diese lebhafte Mieze hat es faustdick hinter den Ohren. Die Ausstattung Ihres Zuhauses sollte dem ausgeprägten Bewegungsdrang unbedingt gerecht werden – und standhalten. „Man muss damit rechnen, dass es zu kleineren Beschädigungen der Wohnungseinrichtung kommen kann. So können mal kleinere Gegenstände von den Regalen runtergeworfen oder das Sofa mit einem Kratzbaum verwechselt werden“, schmunzelt Sandra Falb. Der schöne Salonleopard braucht viele Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten – und Unterhaltung bis ins hohe Alter. Auch die betagte Bengalkatze ist noch sehr verspielt. Sie ist eine ausgezeichnete Jägerin und sehr gelehrig. Über gesicherten Freigang freut sie sich ganz besonders. Bei dieser Wasserratte kann es auch mal sein, dass sie zu ihrem Dosenöffner in die Badewanne oder unter die Dusche schlüpft. Sandra Falb rät, vor der Anschaffung ein paar grundlegende Dinge zu beherzigen: „Wichtig ist, sich vor dem Kauf umfassend über die Bedürfnisse zu informieren und ausschließlich eine Katze mit Stammbaum bei einem seriösen Züchter zu kaufen. Der Züchter wird gerne bei der Wahl des Kätzchens behilflich sein und dem Käufer auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Bengalkatze sollte nicht alleine gehalten werden, sie braucht den sozialen Kontakt zu Artgenossen, um dauerhaft gesund zu bleiben.“ Anhänglich, gesellig und verschmust Die Bengalkatze ist sehr selbstbewusst und durchaus dominant – deshalb harmoniert sie vielleicht nicht immer mit anderen charakterstarken Rassen. Mit Kindern hat die Bengalkatze im Allgemeinen keine Probleme – wichtig ist aber, dass die Tiere Rückzugsmöglichkeiten haben, betont die Züchterin. Bengalen können bei guter Gesundheit und angemessener Haltung bis zu 15 Jahre alt werden – Katzenliebhaber können sich also relativ lange an der (immer aufregenden) Gesellschaft der Exotin erfreuen. Bei Sandra Falb gibt es auch die Möglichkeit, mal mit ihren „Murilegus- Bengalkatzen“ probezukuscheln, Infos dazu unter bengalkatzenzucht.beepworld.de. 29

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