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Fressnapf Friends 03/20

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Tierisch informiert

Tierisch informiert Schwalben & Co. sind zurück! Der Naturschutzbund Österreich setzt sich gemeinsam mit Fressnapf für den Schutz von Vögeln im Siedlungsraum ein. Dabei können auch Sie Ihren Beitrag leisten und Ihre Vogelbeobachtung aus Gärten und Parks teilen Mal sind sie da, mal sind sie weg. Zugvögel verbringen verschiedene Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten. Sie verlassen immer ungefähr zur selben Zeit im Herbst ihre Brutgebiete bei uns, fliegen auf ziemlich gleichbleibenden Routen in ihr Winterquartier und kehren im darauffolgenden Frühjahr wieder zurück. In Österreich zählen circa zwei Drittel unserer 217 Brutvogel- arten zu den Zugvögeln. Der innere Kompass Wie finden Vögel ihre mehrere Tausend Kilometer weit entfernten Ziele? Dazu benutzen sie entweder ihren inneren Kompass („Magnetsinn“), ihre astronomische Navigation (z. B. Sonnenstand), Landmarken (z. B. Autobahnen und Gebirge) oder eine Kombination daraus. Zu den frühesten Rückkehrern aus den Winterquartieren gehören die Stare, die man schon Ende Februar beobachten kann. Ihre spektakulären Flugformationen sind nicht zu übersehen, wenn riesige schwarze Schwärme aus der Entfernung wie eine große, wabernde Wolke aussehen. Ihnen folgen im März weitere Kurzstreckenzieher wie Singdrossel, Feldlerche, Zilpzalp und Hausrotschwanz. Im April kommen dann auch die lang erwarteten Schwalben zu uns zurück, wobei die Mehlschwalben normalerweise ein bis zwei Wochen nach den Rauchschwalben eintreffen. Während Mehlschwalben als klassische „Kulturfolger“ dem Menschen in die Städte gefolgt sind, kann man Rauchschwalben bevorzugt in ländlichen Gebieten – und da vor allem in Ställen – beobachten. In den Städten – auch in Wien beispielsweise – freut man sich ab Ende April auf die Mauersegler, wenn sie mit ihren schrillen Rufen und waghalsigen Flugmanövern auf sich aufmerksam machen. Änderungen durch den Klimawandel Dass der Klimawandel den Vogelzug verändert, zeigen auch Beobachtungsdaten, die auf der Naturschutzbund-Plattform naturbeobachtung.at gemeldet wurden: Speziell bei Kurzstreckenziehern, wie beispielsweise 30

Tierisch informiert dem Hausrotschwanz oder der Mönchsgrasmücke, bleiben Teile der Population aufgrund der milderen Winter immer öfter in Österreich und ziehen nicht mehr in den Süden. Im Unterschied zu Zugvögeln bleiben Standvögel auch im Winter bei uns. Dazu gehören zum Beispiel die allseits bekannten „Futterhäuschen-Arten“ wie Haussperling, Gimpel oder Kohlmeise. Und dann gibt es noch Vogelarten, bei denen nur ein Teil zieht – die „Teilzieher“. Das sind unter anderen Buchfink, Rotkehlchen oder Stieglitz. Vogelarten erkennen So unterschiedlich die Vogelarten auch sind, sie haben doch eines gemeinsam: Die Menschen waren schon immer von ihnen fasziniert. Sie beeindrucken mit akrobatischen Flugkünsten, buntem Gefieder, lautem Gesang und erstaunlichen Balzeinlagen. Der Naturschutzbund rückt deshalb – mit Unterstützung von Fressnapf Österreich – den Schutz von Vögeln im Siedlungsraum in den Fokus. Dabei gab es bereits im Winter einen Schwerpunkt zu den Vögeln am Futterhäuschen. Ein Poster mit den 24 bekanntesten Vertretern der winterlichen Vogelwelt machte die Bestimmung der Futterhausbesucher besonders einfach. Interessierte können es beim Naturschutzbund bestellen. Im Herbst startet zudem eine große Schulaktion, um auch den Volksschülern die faszinierende Welt der Vögel näherzubringen. Dabei wird es auch einen Ausmalwettbewerb geben. Die intensive Auseinandersetzung mit den gefiederten Freunden soll bei Lehrern, Kindern wie Eltern ein Bewusstsein dafür schaffen, welche Vogelarten in direkter Nachbarschaft zum Menschen vorkommen, was sie brauchen und wie man ihnen helfen kann. Vögel sehen und melden Ein großer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist „Vögel sehen, erkennen und melden“ auf naturbeobachtung.at. Das Erheben von Vorkommens- und Verbreitungsdaten ist die Grundlage für Naturschutzmaßnahmen: Je mehr Naturfreunde bei der Vogelbeobachtung mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse und desto besser können schleichende Veränderungen in der Vogelwelt erkannt werden. Seit 2006 sammelt der Naturschutzbund daher mithilfe Freiwilliger („Citizen Scientists“) über die Plattform naturbeobachtung.at Meldungen Teilen auch Sie mit uns Ihre Vogelbeobachtungen aus Gärten und Parks auf: naturbeobachtung.at online zu allerlei Tieren. Seit 2018 wird die Website um eine kostenlose Melde­ App ergänzt. Derzeit sind mehr als 9500 Naturbegeisterte auf der Plattform als Mitglieder registriert – allein 230 000 Vogel­ Fundmeldungen gingen bisher ein. Dank der Unterstützung von Fressnapf kann der Naturschutzbund Vogel-Meldern auf naturbeobachtung.at denselben Service bieten, wie er ihn schon bei anderen Tiergruppen anbietet: Bestimmungshilfe im Diskussionsforum, Bestimmung von „unbestimmten“ Vogelbeobachtungen sowie Datenprüfung und -kommentierung durch Experten und Informationsvermittlung über Art-Steckbriefe. 31

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