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Fressnapf Friends 05/20

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Gemeinsam glücklich

Gemeinsam glücklich FRESSNAPF-HUNDE-EXPERTE LUKAS PRATSCHKER TRAINING mit dem Maulkorb Das Video zum Thema und noch mehr Tipps von Lukas finden Sie unter fressnapf.at/ school-of-dog online In öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufszentren oder vor Schulen – an immer mehr Orten in Österreich gilt die Maulkorbpflicht Wollen Sie Ihren Hund an den Maulkorb gewöhnen, brauchen Sie das richtige Modell, eines, das weich und leicht ist. Stecken Sie Ihre Faust in den Korb, um sicherzugehen, dass er keine scharfen Ecken und Kanten hat. Außerdem sollte er groß genug sein, damit Ihr Vierbeiner Platz zum Hecheln und Wassertrinken hat. Für das Maulkorb-Training brauchen Sie außerdem einen Clicker, Leckerli und Leberpastete. Schritt 1: Maulkorb positiv verknüpfen Schmieren Sie etwas Leberpastete in den Beißkorb und halten ihn Ihrem Hund hin. Sagen Sie ein Kommando, zum Beispiel „Maulkorb“. Während der Hund den Maulkorb ausschleckt, verbindet er ihn mit etwas Positivem. Nachdem Sie das ein paar Mal wiederholt haben, probieren Sie es ohne Leberpastete: Sobald Ihr Hund mit der Nase im Maulkorb steckt, benutzen Sie nun den Clicker und belohnen ihn mit einem Leckerli, das Sie auch gut in den Beißkorb legen können. Schritt 2: Zeitspanne verlängern Ihr Hund sollte jetzt seine Schnauze länger im Maulkorb halten, bevor Sie clicken und belohnen. Verlängern Sie die Zeitspanne bei jedem gelungenen Versuch immer etwas mehr. Verlangen Sie nicht zu viel von Ihrem Hund. Er braucht ausreichend Zeit, um sich an den Beißkorb zu gewöhnen. Schritt 3: Riemen schließen Steckt die Schnauze im Maulkorb, legen Sie als Nächstes den Riemen um den Kopf. Anschließend clicken und belohnen. Wiederholen Sie das so oft, bis sich Ihr Hund den Maulkorb komplett anlegen lässt. Nun macht der Hund mit dem Beißkorb einen Schritt auf Sie zu, bevor Sie den Clicker drücken und das Leckerli geben. Weiten Sie es aus, bis Ihr Liebling zwei, drei, vier Schritte auf Sie zugeht – und Sie schließlich einen Spaziergang machen können. Denken Sie daran: Sobald Sie den Maulkorb abnehmen, clicken und belohnen. Viel Spaß beim Training! 44

Gemeinsam glücklich RUDELGEFLÜSTER Pfotenclub-Mitglieder fragen – Experten antworten Seit ein paar Tagen verhält sich meine Katze komisch. Sie knurrt und faucht mich einfach aus dem Nichts an. Sie ist eine einjährige Wohnungskatze. Da ich mich jeden Tag mit ihr beschäftige und ihr viel Zuneigung gebe, weiß ich nicht, warum sie plötzlich so ist. Fauchen und Knurren sind bei der Katze defensive Äußerungen zur Selbstverteidigung – irgendetwas muss Ihre Katze verunsichern oder ihr Angst machen, das sie dazu veranlasst, mehr Distanz einzufordern. Aus tierärztlicher Sicht sind plötzliches Fauchen und Knurren oft mit körperlichen Problemen verbunden, etwa Schmerzen. Vielleicht hat sich Ihre Katze verletzt oder sie hat eine Bisswunde. Ein Tierarztbesuch wäre sinnvoll, um das abzuklären. Bei plötzlicher Angst einer Katze, zu der eine gute Beziehung besteht, können auch Schreckerlebnisse dahinterstecken, die sie irrtümlich mit dem Menschen verknüpft hat: Erschrickt sich eine Katze, etwa vor einem fallenden Gegenstand, glaubt sie jetzt, der neben ihr stehende Mensch wäre schuld daran gewesen. In so einem Fall hilft vor allem Geduld, sich möglichst normal und unaufdringlich der Katze gegenüber zu verhalten und vielleicht eine neue Übung zu trainieren, bei der sich die Katze Leckerbissen oder ein Spiel erarbeiten kann. Sabine Schroll Jutta Durst Verhaltenstrainerin für Hunde, Pfotenclub-Expertin Tanja Warter Tierärztin, Pfotenclub-Expertin Anmelden & mitmachen! Expertenwissen, Neuigkeiten und Gutscheine – jetzt anmelden unter: fressnapf-pfotenclub.at/ registrieren Wir haben einen sechs Jahre alten Hauskater und einen 15 Wochen alten Samojeden-Rüden. Als der Hund zu uns kam, ließ sich der Kater zuerst kaum blicken oder fauchte uns an. Jetzt schlafen beide immerhin gemeinsam im Wohnzimmer. Doch sobald der Kater am Hund vorbeispaziert, läuft er der Katze nach. Um das zu verhindern, machen wir den Rüden an der Hausleine fest. Doch diese sieht er als Spielzeug an. Geht das jetzt immer so weiter? Bei einer Zusammenführung, die mehrere Monate dauern kann, ist es gut, wenn man zu zweit ist: Einer kümmert sich um die Katze, der andere um den Hund. So wie Sie die Situation beschreiben, sollten die Tiere noch nicht alleine im Raum gelassen werden. Vermeiden Sie, dass der Hund der Katze nachläuft. Sie könnte sich so in die Enge gedrängt fühlen und die Krallen ausfahren, was gefährlich wird. Umgekehrt ist für die Katze natürlich tabu, die Leine als Spielzeug zu betrachten. Üben Sie den gemeinsam Kontakt nicht zu lange am Stück und beenden Sie immer dann, wenn es gut läuft. Beide bekommen dann Lob und Leckerchen, bevor man sie wieder trennt. In der übrigen Zeit kann es helfen, jeweils eine Decke mit dem Geruch des anderen in den Korb zu legen. Wichtig ist auch, dass das Katzenklo und der Futternapf der Katze für den Hund tabu sind. Die Katze war zuerst da und sollte daher ihre Rückzugsmöglichkeit haben. In der Regel ist es ohnehin die Katze, die das Tempo bei der Zusammenführung bestimmt. Also immer wieder unter Aufsicht zusammenbringen und beiden Grenzen aufzeigen. Gehen Sie ruhig und entspannt an die Sache. Wenn Lärm im Raum ist oder man selbst Anspannung zeigt, überträgt sich das auf die Tiere. Jutta Durst Sabine Schroll Tierärztin, Katzen-Expertin, Pfotenclub-Expertin 45

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