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Alles für mein Tier 01/18

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SCHLUMMERNDE SAMTPFOTEN

SCHLUMMERNDE SAMTPFOTEN Den Großteil des Tages verbringen Katzen schlafend. Dabei verarbeitet ihr Gehirn auch die vielen Reize, denen es ausgesetzt ist. AText: Annkathrin Johannesberg lle viere von sich strecken, herzhaft gähnen, sich umdrehen und weiterschlafen – der Tagesablauf einer Katze ist gemütlich. Die meiste Zeit verbringt sie auf ihrem Lieblingsplatz und döst oder schläft. Mehr als zwei Drittel ihres Lebens verschläft eine Katze. Im Durchschnitt gehen bis zu 20 Stunden auf ihr tägliches Schlafkonto, vier davon verbringt sie im Tiefschlaf. Allerdings schläft sie niemals vier Stunden am Stück. Meist ist nach etwa einer Stunde Schluss. Dann unterbricht sie ihre Ruhephase wieder, um sich anderen Dingen zu widmen: zum Beispiel spielen, schmusen, fressen und in der Natur herumstreunen. Das ausgeprägte Schlafverhalten der Katzen ist enorm wichtig und sorgt dafür, dass die Tiere gesund und vital bleiben. Die Ruhezeit nutzt der Körper, um seine Energiespeicher aufzufüllen, das Immunsystem zu stärken und die 6 Eindrücke der Wachzeit zu verarbeiten. Besonders viel Kraft verbrauchen Katzen bei der Jagd. Das ist ein angeborener Instinkt, dem auch eine Hauskatze, die ihre Beute nicht selbst fangen muss, nachgehen will. Jagdverhalten als Energieräuber Der biologische Schlaf-Wach-Rhythmus von Hauskatzen passt sich häufig den Schlafgewohnheiten ihrer Besitzer an. Verbringen diese abends und morgens Zeit mit ihren Haustieren, verschieben die Katzen zugunsten der Zuwendung auch einmal ihren Schlafrhythmus. Von Natur aus sind Katzen jedoch dämmerungsaktiv: Sie schlafen tagsüber und jagen im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung. Im Zwielicht dieser Tageszeiten müssen ihre ausgezeichneten Sinne auf Hochtouren arbeiten, um ihrer Beute – oft sehr ausdauernd – auflauern zu können. Die körperliche Bild: © Kamila Koziol/Shutterstock.com

Anspannung und die intensive Konzentration während des Jagens kosten die Katze erhebliche Mengen an Energie. Nach dem Verspeisen einer erbeuteten Mahlzeit legen Wildkatzen deswegen häufig erst einmal einen Verdauungsschlaf ein. Damit entlasten sie ihren Organismus gleich auf zweierlei Weise: Zum einen bietet er ihm eine Erholungsphase nach einer körperlichen und geistigen Höchstleistung. Zum anderen konkurrieren Muskeln und Gehirn während der Inaktivität nicht mit dem Verdauungstrakt um die Blutversorgung. Der Magen hat auf diese Weise genug Energie, um die Nahrung zu verarbeiten. Die Hauskatze als Jäger Hauskatzen erhalten in der Regel ihr Futter verzehrfertig in einem Napf vorgesetzt – bei ihnen entfällt das anstrengende Jagen zur Nahrungsbeschaffung. Den Jagdtrieb spüren sie trotzdem. Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, leben diesen beim Jagen von Spielmäusen, der Reizangel oder anderem Spielzeug aus. Auch Freigänger, die regelmäßig gefüttert werden, jagen während des Streunens in der Natur. Sie haben jedoch im Gegensatz zu der Wildkatze die Möglichkeit, sich nach dem kraftzehrenden Ausflug in die freie Wildbahn auf einen Schlafplatz in der geschützten Wohnung zurückzuziehen. Wild lebende Katzen müssen nach der nächtlichen Jagd einen möglichst sicheren Rückzugsraum im Freien finden. Ihre bevorzugten Schlafplätze sind vor allem eines: gut versteckt. Sie machen es sich in hohlen Baumstämmen, in Zwischenräumen von Holzpoltern oder in Reisighaufen bequem. Einige Wildkatzen schlummern auf dem Ast eines Baumes, andere in einem verlassenen Fuchsbau. Sowohl Wildkatzen als auch Hauskatzen bevorzugen für ein kurzes Nickerchen andere Schlafplätze als für den ausgiebigen Tiefschlaf. Ein Schlafplatz zum Dösen sollte eine gute Aussicht haben. Hier darf auch ruhig etwas mehr los sein. Für den Tiefschlaf ziehen sich Katzen hingegen am liebsten 7

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