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Alles für mein Tier 06/17

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RATGEBER | PFOTENPFLEGE

RATGEBER | PFOTENPFLEGE UND -SCHUTZ DlE HUNDEPFOTE: WUNDERWERK DER NATUR 1 Empfindsamkeit In den Ballen sitzen viele Tastrezeptoren. Mit ihnen wird der Untergrund wahrgenommen und dem Hund im Bruchteil einer Millisekunde mitgeteilt, wenn er auf einen spitzen Gegenstand tritt. 5 Wahrnehmung Die Ballen sind von zahlreichen Nerven durchzogen, sodass damit kleinste Temperaturschwankungen und Vibrationen wahrgenommen werden können. 6 Schutz Die Haut an den Ballen ist 50-mal dicker als am restlichen Hundekörper. Dadurch können sich Hunde auf heißem Asphalt genauso gut bewegen wie auf gefrorenem Boden. 2 Bodenhaftung Hunde laufen nicht auf der ganzen Pfote, sondern auf ihren Zehen. Die Krallen sorgen dabei für besonders gute Bodenhaftung. 6 3 Stabilität und Beweglichkeit Die einzelnen Pfotenballen sind durch Zwischenzehenhäute verbunden, was Stabilität und gleichzeitig Beweglichkeit verleiht. 4 Stoßdämpfung Die Ballen sind mit einem Fettgewebe gepolstert, das Bodenunebenheiten abfängt und vor Kälte isoliert. 7 Gute Durchblutung Die Pfoten sind besonders gut durchblutet, sodass die Körpertemperatur in diesem Bereich aufrechterhalten bleibt und Hunde keine kalten Füße bekommen. die die Zehen miteinander verbinden, verletzt oder gereizt werden. Kontrollieren Sie die Ballen und die Zwischenräume deshalb am besten nach jedem Spaziergang auf Risse. Auch Schnee, der zwischen den Zehen verklumpt, kann zum Problem werden, denn dadurch können die Pfotenballen schmerzhaft gespreizt werden, was wiederum zu Entzündungen führen kann. Manche Hunde gehen dann vor Schmerzen nicht weiter, andere leiden stumm vor sich hin und ertragen es. Andere Hunde wiederum knabbern an den Pfoten, was die Hautreizung nur noch verstärkt und nässende Ekzeme verursachen kann. Helfen Sie Ihrem vierbeinigen Liebling während des Spaziergangs, indem Sie die Pfoten mit der Hand wärmen, um die Eis- oder Schneeklumpen zu schmelzen. Denn wenn der Hund mit dem Schnee zu viel Streusalz oder Keime aufnimmt, kann dies zusätzlich zu Magen-Darm-Problemen mit Erbrechen und Durchfall führen. 24 Pfoten sauber machen nicht vergessen Aus diesem Grund sollten Sie die Pfoten auch nach dem Spaziergang gründlich reinigen, sobald Salz gestreut wird. Trockenreiben reicht nicht aus, denn dann bleibt das Salz weiterhin am Ballen haften und kann an den Zwischenhäuten Reizungen und Entzündungen verursachen. Die Pfotenballen werden rissig und somit anfälliger für Keime. Sie sollten die Pfoten mit lauwarmem Wasser abspülen und dann mit einem Handtuch abtrocknen (siehe Infobox). Für große Hunde kann man lauwarmes Wasser in Schüsseln füllen, das erleichtert das Säubern der Pfoten. Wenn Sie die Möglichkeit haben, wählen Sie den Gassiweg im Winter am besten so, dass der Hund möglichst wenig mit Streusalz in Berührung kommt. Falls es sich dennoch nicht vermeiden lässt, schaffen bei empfindlichen Hunden Pfotenschuhe Abhilfe. Aber auch in vielen anderen Fällen können Pfotenschuhe nützlich sein. Dennoch sollten Sie Schuhe Bilder: © A Aleksii ,Anna Hoychuk, anetapics/Shutterstock.com

RATGEBER | PFOTENPFLEGE UND -SCHUTZ oder Socken nicht benutzen, wenn kein Bedarf besteht, denn sie schränken die Fähigkeiten der hochsensiblen Tastorgane ein. Aber es lohnt sich, für den Fall einer Verletzung passende Schuhe für den Hund parat zu haben. Idealerweise haben Sie auch bereits das Anziehen geübt. Eine große Auswahl an Pfotenschutzschuhen in unterschiedlichen Größen gibt es in Ihrer nächstgelegenen Fressnapf-Filiale. Lassen Sie sich von unseren Experten beraten, damit Bello auch wirklich einen passgenauen Pfotenschuh erhält. Schutz für Ballen und Zehen Bei vielen Hunden bilden sich auch ohne den Kontakt mit Schnee oder Streusalz im Winter kleine Risse an den Ballen oder zwischen den Zehen, die schmerzen oder sich entzünden. Das liegt an der trockenen Heizungsluft und am häufigen Wechsel zwischen kalt und warm. Auch bewegen sich Hunde im Winter oft weniger als im Sommer, und die Durchblutung ist schlechter. Regelmäßiges Eincremen der Pfoten schafft meist Abhilfe, denn es hält sie geschmeidig, indem die Creme eine schützende Schicht auf den Ballen bildet. Geeigneten Pfotenschutz gibt es als Salbe und als Spray. Bei manchen Hunden ist es zudem hilfreich, die Haare zwischen den Zehen kurz zu halten. Sind diese zu lang, setzen sich Erde, Nässe und Schnee dort besonders leicht fest. Dies wiederum kann Scheuerstellen und Entzündungen verursachen. Durch das Verfilzen besonders langer Haare können sich Druckstellen bilden, die so unangenehm sind, dass der Hund lahmt. Vor allem Vertreter langhaariger Rassen neigen dazu, aber auch ältere Tiere jeder Rasse, die sich nicht mehr so viel bewegen. Denn dann werden die Haare nicht automatisch durchs Laufen ausreichend gekürzt. Benutzen Sie eine vorne abgerundete Schere, um die Haare vorsichtig so abzuschneiden, dass sie nicht mehr über die Pfotenballen hinausragen. Schneiden Sie sie aber nicht zu kurz, denn auch das kann zu Hautirritationen führen. Im Zweifelsfall lassen Sie sich von einem Tierarzt oder Hundefriseur beraten. Vergessen Sie die Krallen nicht Auch die Krallen sollten gekürzt werden, falls der Hund sie nicht genug abläuft. Dies ist häufig bei sehr kleinen Hunden der Fall, die einfach nicht genug Gewicht haben, oder bei älteren Hunden, die nicht mehr so viel bewegt werden können. Werden die Krallen zu lang, leiden der Gang und der gesamte Bewegungsapparat. Die Folge: Der Hund rutscht leichter weg und die Verletzungsgefahr steigt. Ob die Krallen die richtige Länge haben, kann man in der Regel erkennen, wenn der Hund gleichmäßig auf allen vier Beinen steht. Die Krallen sollten dann den Boden nicht berühren. Krallen kürzen – darauf sollten Sie achten Ob Sie die Krallen selbst schneiden oder zu einem Tierarzt gehen, hängt nicht zuletzt davon ab, wie kooperativ der Hund dabei ist. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich erst einmal vom Tierarzt zeigen zu lassen, wie man Krallen richtig schneidet. Für die größtmögliche Sicherheit sollten Sie auf alle Fälle eine spezielle Krallenschere verwenden. Diese ist so kon struiert, dass man die Kralle beim DER WlNTER HAT ElNlGE HERAUSFORDERUNGEN FÜR DlE HUNDEPFOTEN PARAT: WER SElNEM HUND OHNE PROBLEME AN DlE PFOTEN FASSEN KANN, lST KLAR lM VORTElL. Schneiden nicht quetscht. Noch wichtiger ist es aber, die Blutgefäße in den Krallen nicht zu verletzen. Bei hellen Krallen sieht man diese meist rosa durchschimmern und kann entsprechend Abstand halten. Bei schwarzen Krallen ist dies schwierig bis unmöglich. Wer sich unsicher beim Krallenschneiden ist, sollte besser zu seinem Tierarzt gehen, um unnötige Schmerzen und Blutungen zu vermeiden. Denn schließlich sollen Pfotenpflege und Pfötchengeben Spaß machen und mit positiven Gefühlen verbunden sein – gerade auch im Winter. 1 4 3 2 1 PetBalance Pfotenpflege-Balsam, schützt Pfoten vor aggressiven Umwelteinflüssen (Streusalz, raue Böden) und macht die Ballen wieder geschmeidig. Mit wohlriechendem und pflegendem Bienenwachs, 40 ml. 2 wetties Tierreinigungstücher, mild reinigend, praktisch entnehmbar, zur täglichen Pflege geeignet. 3 Trixie Pfotenpflege-Spray, für Hunde und Katzen, wirkt vorbeugend gegen Verhärtungen und bietet den idealen Pfotenschutz. Mit Bienenwachs und Aloe Vera, 50 ml. 4 fit+fun Hundehandtuch, sehr weiches Handtuch, für eine sanfte und einfache Reinigung sowie Trocknung. Größe: 120 x 35 cm. 25

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