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Alles für mein Tier Jän/Feb 2017

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28 Bilder: © Marie

28 Bilder: © Marie Dirgova, Oleg Kozlov/Shutterstock.com

MENSCH & TIER | RASSEPORTRÄT KLElNE SPRlNGTEUFEL Sie sind gesellig, intelligent, erinnern an Mäuse und hüpfen wie Kängurus: Degus im Vormarsch! Der Degu ist ein kleines Nagetier aus der Gattung der Strauchratten. Ursprünglich kommen Degus aus Chile, seit Ende des 20. Jahrhunderts werden sie aber auch in Europa als Haustiere gehalten und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Degus werden von der Schwanz- bis zur Nasenspitze bis zu 30 Zentimeter lang, erreichen ein Gewicht von ca. 200 Gramm und werden bis zu acht Jahre alt. Die Männchen sind etwas größer und stärker als die Weibchen. Das Fell des Degus ist bräunlich, der Bauch heller bis weiß. Mittlerweile gibt es auch Farbzuchten, wie z. B. den sogenannten blauen Degu, der einen hohen Grauanteil im Fell hat. Die Hinterbeine der niedlichen Nager sind etwas länger als die Vorderbeine, sodass sie gut springen können. Ihren Schwanz nutzen sie dabei zum Balancieren. DlE NlEDLlCHEN NAGER LlEBEN SPlELZEUG UND VERSTECKMÖGLlCH- KElTEN UND NEHMEN GERN ElN SANDBAD. Man darf Degus niemals am Schwanz hochheben, da dieser eine Sollbruchstelle hat und unter Schmerzen abreißt, wenn der Degu z. B. von einem Greifvogel am Schwanz gepackt wird. Nager mit Familiensinn Wie die meisten Nagetiere dürfen Degus nicht allein gehalten werden. Sie sind äußerst gesellige Tiere, in Einzelhaltung vereinsamen sie und können krank werden, da die Stärke ihres Immunsystems von ihrer seelischen Verfassung abhängt. Degus sind intelligent, agil und neugierig und werden bei liebevoller Haltung sehr zutraulich. Aber: Sie sind keine geeigneten Haustiere für kleine Kinder, da sie beißen können. Das Degu-Traumhaus: ein mehrstöckiger Spielplatz Degus verfügen über ein sehr gutes Gehör und einen guten Riechund Tastsinn, sodass sie Feinde relativ schnell wahrnehmen. Der Käfig sollte daher an einem ruhigen, hellen Standort stehen, jedoch nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und nicht von intensiven Gerüchen umgeben sein. Degus bewegen sich gerne und fühlen sich in Käfigen mit mehreren Stockwerken und Versteckmöglichkeiten wohl. Damit man nachts auch schlafen kann, ist es ratsam, den Käfig nicht im Schlafzimmer zu platzieren. Abgesehen von der Grundeinrichtung sorgen Spielzeug und Tunnel für Abwechslung. Degus lieben ein Sandbad – es dient der Körperpflege und dem Stressabbau. Der Sand wirkt wie ein Kamm für das Fell und entfernt Dreck und Ungeziefer. Am besten eignet sich eine Badeschale, gefüllt mit staubarmem Chinchillasand. Aktive Nestflüchter In menschlicher Obhut können sich Degus das ganze Jahr über fortpflanzen. Sie sind mit zwei bis drei Monaten geschlechtsreif. Nach einer Tragzeit von drei Monaten kommen bis zu sechs Jungtiere gut entwickelt auf die Welt. Nach der Geburt sind die Augen bereits geöffnet, und sie können schon laufen. Degus sind in der Haltung anspruchsvoller als andere Nagetiere. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Ernährung legen. Degus sind leider anfällig für Diabetes, daher sollte man ihnen keine zuckerhaltige Nahrung und kein süßes Obst geben. In freier Wildbahn fressen Degus hauptsächlich Kräuter, Blätter und Gräser. Als Haustier benötigen sie außer frischem Wasser hauptsächlich Heu und Futtermischungen mit getrocknetem Gemüse und mit Kräutern. Bräunliches, kurzes Fell, am Bauch heller Alter: bis 8 Jahre Körperlänge: 15 bis 20 cm, SChwanzlänge: ca. 10 cm grosse, runde Ohren Guter geruchssinn Vorderbeine sind kürzer als hinterbeine 29

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