Gemeinsam glücklich DIE EINSTEINS der Meere Wild Facts Tintenfische sind keine Fische, sondern Weichtiere. Sie zählen zu den ältesten Lebewesen der Erde und wirkten seit jeher auf Menschen mysteriös - in alten Sagen, etwa bei Homer, kommen sie als vielarmige Seeungeheuer vor 1 In allen Meeren zu Hause Oktopus, Sepia, Krake oder Kalmar - sie alle fallen unter den Begriff Tintenfische (Coleoidea). Sie leben in allen Meeren, weltweit sind rund 1000 Arten bekannt. Der Pazifische Riesenkrake (Enteroctopus dofleini) ist der größte - inklusive Fangarme erreicht er eine Länge von rund neun Metern. Besonders klein ist der Sternsaugnapf-Zwergkrake (Octopus wolfi) mit etwa drei Zentimetern Größe. 2 Oktopusse Oktopus oder Kalmar? (Kraken) haben acht Arme - anders als Sepien und Kalmare, die zehn Arme haben. Während Kalmare frei im Wasser schwimmen, halten sich Sepien bevorzugt in Bodennähe auf und ernähren sich von Fischen und Krebsen. Kraken halten sich gern in Höhlen und Löchern des Meeresbodens auf. 36
Gemeinsam glücklich 3 Tintenfische Erstaunliche Fähigkeiten sind lernfähig, können sich sogar menschliche Gesichter merken. Insbesondere Kraken gelten aufgrund des verästelten Gehirns als die intelligentesten Weichtiere. Ihre Fangarme können sie unabhängig voneinander bewegen, sie haben im Grunde neun Gehirne und drei Herzen. Sie verfügen außerdem über einen Tintenbeutel, dessen blau-schwarzes Sekret sie blitzartig ausstoßen, um im Dunst dieser Wolke vor Feinden fliehen zu können. Außerdem können sie Farbe und Musterung ihrer Haut innerhalb kürzester Zeit an die Umgebung anpassen. 4 Geschickte Jäger Die wirbellosen Kopffüßer haben Saugnäpfe an ihren Fangarmen. Mit den Armen ertasten sie Dinge, die Saugnäpfe an den Armen verfügen sogar über Geschmacksrezeptoren. Mithilfe der Fangarme können sie Nahrung greifen und zum Mund befördern. Mit ihrem kräftigen Hornschnabel am Mund brechen Kraken die Schalen von Muscheln, Schnecken und Krebsen auf. Sie verabreichen ihren Opfern dabei ein Gift, das diese sehr schnell lähmt. 5 Dramatisches Ende Oktopusse leben verhältnismäßig kurz (nur wenige Jahre) und pflanzen sich nur einmal in ihrem Leben fort. Das Männchen übergibt mit einem seiner Arme die Samen an das Weibchen und stirbt direkt danach. Das Weibchen legt je nach Art bis zu 200 000 Eier in Höhlen oder Nestern aus Steinen. Anschließend bewacht und pflegt sie diese, bis sie schlüpfen, hört dabei auf zu fressen und wird immer schwächer, bis auch sie stirbt. 37
Laden...
Laden...
Facebook
X