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Fressnapf Friends 02/20

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Gemeinsam glücklich

Gemeinsam glücklich RUDELGEFLÜSTER Pfotenclub­Mitglieder fragen – Experten antworten Unsere Labradorhündin ist mit acht Jahren leider blind geworden. Wir haben jetzt das Problem, dass sie bei Lärm nicht mehr aus der Haustüre raus zu bekommen ist. Können Sie uns Tipps geben, wie man generell mit der Blindheit umgeht beziehungsweise wie man dennoch wieder spazieren gehen kann? Wenn ein Hund erblindet, ist das eine große Umstellung für alle Beteiligten. Im Haus halt ist es wichtig, die Möbel so wenig wie möglich zu verrücken, um zu verhindern, dass die Hündin überall vorläuft und sich verletzt. Scharfe Kanten kann man mit Kantenschonern ausstatten. Manche Leute legen sogar „Laufstraßen“ aus, also Teppichläufer, damit der Hund den Weg vom Futternapf zum Körbchen und von dort zur Haustür besser findet. Mit der Zeit gewöhnt er sich an diesen Untergrund und weiß, dass er dort freie Bahn hat, und wenn er vom Teppich abweicht, er womöglich etwas anrempelt. Das Problem in Ihrem Fall liegt aber im Freien. Das ist nor­ mal, denn hier ist vieles unberechenbar. Zudem werden bei blinden Hunden die anderen Sinne viel stärker eingesetzt, daher nimmt sie Geräusche auch stärker wahr. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie zu unterstützen. Zum einen ist es natürlich wichtig, dass Sie ihr Sicherheit vermitteln. Wenn Sie selbst unsicher sind, weil Sie bei jedem lauten Geräusch denken: „Der arme Hund“, dann überträgt sich die Unsicherheit. Zudem besteht die Möglichkeit, mit pflanzlichen Mitteln wie Rescue­Tropfen, Globuli, CBD­Tropfen oder Bachblüten beim Hund mehr Gelassenheit zu erreichen. Welches davon am besten wirkt, ist individuell unterschiedlich. Hier sollten Sie einen Tierheilpraktiker um Rat bitten. Wichtig ist, das Mittel circa eine halbe Stunde vor dem Gassigang zu geben, damit es die Wirkung erzielen kann. Eine weitere Möglichkeit ist ein sogenanntes Thundershirt. Es handelt sich um ein eng anliegendes Spezial­Shirt, welches einen leichten Druck ausübt. Dieser Druck soll eine beruhigende Wirkung auf den Hund haben und ganz ohne Nebenwirkungen in Angstsituationen helfen. Auch hier gilt das Gleiche wie bei pflanzlichen Mitteln: Man muss es ausprobieren, um zu sehen, ob es wirkt. Es gibt keine Einheitslösung. Benutzen Sie keine Flexileine, sondern eine normale Führleine (circa eineinhalb Meter lang). Damit ist sie näher bei Ihnen und bekommt ein Gefühl von Sicherheit. Wenn sie ängstlich ist, bitte nicht trösten, das macht es noch schlimmer. Versuchen Sie, stattdessen das mutige Rausgehen mit Leckerchen und Lob zu unterstützen und bei Angst kurz stehen zu bleiben, damit sie sich orientieren kann, aber kommentieren Sie es nicht näher. Auch blinde Hunde können noch große Lebensqualität haben, aber genau wie Menschen gehen Hunde unterschiedlich damit um. Manche brauchen vielleicht etwas länger, bis sie sich an die neue Situation gewöhnen. Viel Erfolg, dass Sie die richtige Maßnahme für sich finden. Jutta Durst Jutta Durst Verhaltenstrainerin für Hunde, Pfotenclub-Expertin Tanja Warter Tierärztin, Pfotenclub-Expertin Sabine Schroll Tierärztin, Katzen-Expertin, Pfotenclub-Expertin Anmelden & mitmachen! Expertenwissen, Neuigkeiten und Gutscheine – jetzt anmelden unter: fressnapf-pfotenclub.at/ registrieren

Gemeinsam glücklich Fit für den Frühling Nichts schmückt einen Garten so schön wie ein Teich. Bevor Sie Ihre Oase genießen können, kommt Arbeit auf Sie zu Den Winter über fristet der Teich ein trauriges Dasein unterm Laubnetz. Die Fische verharren winterstarr auf dem Grund oder befinden sich in ihrem Ausweichquartier. Erst wenn sich die Wassertemperatur im zweistelligen Gradbereich eingependelt hat, wächst die Freude auf das eigene Biotop. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind enorm. Aber es gibt auch viel zu beachten. Gründlich reinigen Über den Winter haben sich altes Laub und abgestorbene Pflanzenteile angesammelt. Diese schöpft man mit einem Kescher ab. Das Säubern des Teichs ist wichtig. Damit senken Sie den Nährstoffgehalt und verhindern starken Algenwuchs. Den Ablagerungen am Boden rückt man mit einem Schlammsauger zu Leibe. Achtung: Saugen Sie nicht versehentlich kleine Fische und andere Teichbewohner mit auf! Sichern Sie das Gerät mit einem Sieb. Nur in absoluten Ausnahmefällen sollten die verbleibenden Fische übrigens in einen Ersatz teich gesetzt werden, denn das stresst die Tiere stark. Beim Absaugen von Teichschlamm oder Absammeln von Laub sollten die Fische ruhig im Teich bleiben, während Sie behutsam arbeiten. Wasserwerte überprüfen Der ideale pH­Wert für einen Gartenteich liegt zwischen und 7 und 8,5. Der perfekte Karbonathärte­Wert sorgt dafür, dass der pH­Wert des Wassers stabil bleibt. Bei einem Wert zwischen 6 und 10° dH (Grad deutscher Härte) fühlen sich die nützlichen Wasserflöhe und Rädertierchen besonders wohl. Sollte der Wert im Laufe des Winters auf unter 5 gefallen sein, muss man ihn erhöhen. Messen Sie täglich! Sie können Ihr Wasser auch in Fressnapf XXL­Märkten testen lassen oder geeignete Testkits erwerben; ebenso gibt es spezielle Artikel, um die Wasserwerte positiv zu beeinfl u s s e n . Entfernen Sie zunächst alle abgestorbenen Pflanzenteile. Schneiden Sie zu große Exemplare zurück und lichten Sie diese aus. Damit verhindern Sie ein Verlanden des Teiches. Im April oder Mai können Sie dann beginnen, den AHA! Grünabfälle aus dem Gartenteich können Sie direkt in Ihr Blumenbeet unter die Erde mischen. Das ergibt natürlichen Gratis- Dünger aus dem eigenen Teich. Teich mit neuen Pflanzen zu bestücken. Auch die Sorten, die im Warmen über wintert haben, dürfen nun in ihr Sommerbiotop zurück. Seerosen, Wasserlilien und Schwimm pflanzen wie Krebsscheren und Wasserlinsen sehen nicht nur schön aus, sie erfüllen auch eine Funktion: Die Pflanzen nehmen den Algen die Nährstoffe, die sie zum Wachstum benötigen. So können sie sich nicht so stark ver meh ren. Außerdem produzieren sie Sauerstoff und bieten Kleinstlebewesen Nahrung und eine Heimat. 44

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