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Fressnapf Friends 03/21

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Gemeinsam glücklich

Gemeinsam glücklich FRESSNAPF-HUNDE-EXPERTE LUKAS PRATSCHKER SO ÜBEN SIE den Rückruf Das Video zum Thema und noch mehr Tipps von Lukas finden Sie unter: fressnapf.at/ school-of-dog online Gerade bei ausgiebigen Spaziergängen in der freien Natur ist es wichtig, dass Ihr Hund gut auf Sie hört und bei Abruf kommt. Ich gebe Ihnen hier ein paar Tipps, wie Sie das trainieren können Vorbereitung ist alles. Bevor Sie mit Ihrem Vierbeiner den Rückruf üben, brauchen Sie eine Hundepfeife (bei mehreren Hunden sollten Sie verschiedene Pfeiftöne benutzen), eine Schleppleine (ich empfehle eine Länge von 15 Metern) und kleine Leckerli zur Belohnung. In Ihrer Fressnapf­Filiale berät man Sie gerne zu diesen Dingen. Der richtige Pfiff Überlegen Sie sich ein Pfeifsignal, das Sie immer verwenden werden, zum Beispiel kurz­kurz­lang. Ihr Hund soll später daran erkennen können, dass nur er gemeint ist und nicht ein anderer Fellkumpel. Die Schleppleine be­ festigen Sie am Brustgeschirr. Suchen Sie einen weiträumigen Platz, an dem Sie mit Ihrem Hund ungestört an langer Leine trainieren können. Jetzt konditionieren Sie den Pfeifton mit dem Kommen Ihres Hundes in Ihre Richtung. Das bedeutet, der Hund soll lernen, dass der Pfiff immer bedeutet, dass er zu Ihnen kommen soll. Und das geht so: Anfangs rufen Sie Ihre Fellnase nicht mit der Pfeife, sondern warten, bis er auf Sie zukommt. Erst auf dem halben Weg zu Ihnen pfeifen Sie „Ihr“ Signal und loben dann den Hund, sobald er bei Ihnen angekommen ist. Im nächsten Schritt pfeifen Sie den Hund nur dann zu sich, wenn er abgelenkt ist, also am Boden schnüffelt oder in eine ganz andere Richtung schaut. Erst rufen Sie seinen Namen, und wenn er zu Ihnen guckt, benutzen Sie die Hundepfeife. Ein kleines Ritual Ich lasse meine Hunde, wenn sie zu mir kommen, immer neben mir sitzen. Ich halte sie kurz am Halsband oder Geschirr und gebe ihnen erst dann die Belohnung. So hauen die Vierbeiner nicht gleich wieder ab, und ich hätte die Möglichkeit, sie an die Leine zu nehmen, was – sobald ein Hund in der freien Laufbahn ohne Schleppleine unterwegs ist – sicherlich sinnvoll ist. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Training! 40

Gemeinsam glücklich RUDELGEFLÜSTER Pfotenclub-Mitglieder fragen – Experten antworten Ich bekomme bald eine Hündin und ich möchte gern wissen, wie sich meine zwei Katzen an sie gewöhnen können – sie sind nämlich sehr ängstlich. Glückwunsch zu Ihrer neuen Herausforderung! Es gibt ein paar allgemein wesentliche Dinge, die es beim Zusammengewöhnen zu beachten gilt: Am besten läuft die Hund­Katze­Patchworkfamilie, wenn sowohl Hund als auch Katze – zumindest aber einer – „zweisprachig“ aufgewachsen sind, also schon in ihrer frühen Jugend Kontakt miteinander hatten und sich verstehen können. Aus der Sicht nicht auf Hunde sozialisierter Katzen ist ein Hund eine potenziell tödliche Gefahr. Und da haben die Katzen noch nicht einmal immer unrecht. Für die Katzen gilt es, viel sicheren Rückzugsraum zu schaffen: Das kann vorerst ein ganzes eigenes Zimmer sein, in das der Hund nicht darf, oder Rückzugsräume in der Höhe (Kratzbaum, Regal, Sitzbretter oder Tisch), weil der wichtigste Fluchtweg für Katzen fast immer nach oben geht und sie sich dort sicher fühlen. Dann können sich die Katzen im Wohnraum aufhalten, müssen aber nicht unbedingt am Boden auf gleicher Höhe mit dem Hund sein. Auf gar keinen Fall – also wirklich niemals – darf der Hund hinter den Katzen herlaufen. Daraus ergibt sich eine negative Dynamik, weil das dem Hund Spass macht und die Katzen in ihrer Ansicht, das sei ein Feind, bestätigt werden. Der Hund muss also beispielsweise an der Leine unter Kontrolle sein, sollte er die Katzen jagen wollen. Für kurze Zeit kann der Hund auch in einer Box sitzen (vorher gut trainiert, was generell eine gute Idee ist), während die Katzen sich frei bewegen dürfen. Alle drei Tiere müssen natürlich immer entsprechend belohnt werden, etwa mit Leckerbissen, Spiel, Kontakt. Leises und ruhiges Verhalten des Hundes ist immer ein Vorteil: Lautes Gebell oder wildes Herumspringen verängstigt die Katzen massiv. Die Katzen gewöhnen sich am ehesten an den Hund, wenn sie das Gefühl von Kontrolle (zum Beispiel oben sitzen) haben und die neue Lage aus der sicheren Position ausgiebig beobachten können. Die ersten Annäherungen machen Sie, wenn der Hund schläft und ihn die Katzen beschnuppern können, ohne selbst im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Falls die Katzen sich gar nicht mehr frei bewegen wollen, selbst wenn sie wissen, dass der Hund unter Kontrolle ist, kann eine Unterstützung mit Pheromonen, Nahrungsergänzungen oder auch angstlösender Medikation sinnvoll sein. Je nach Ihrer individuellen Konstellation kann das schon in ein paar Wochen gut gehen oder viele Monate dauern. Sabine Schroll Jutta Durst Verhaltenstrainerin für Hunde, Pfotenclub-Expertin Tanja Warter Tierärztin, Pfotenclub-Expertin Anmelden und mitmachen! Expertenwissen, Neuigkeiten und Gutscheine – jetzt anmelden unter: fressnapf-pfotenclub.at/ registrieren Sabine Schroll Tierärztin, Katzen-Expertin, Pfotenclub-Expertin 41

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