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Fressnapf Friends 04/22

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gucken! EINMAL LIEB

gucken! EINMAL LIEB Haustiere sind unsere liebsten Fotomotive. Mit deinem Smartphone, Leckerli und Action setzt du Hund, Katze oder Wellensittich gekonnt in Szene Niedlich soll unser tierischer Kumpel aussehen, uns zugewandt. Das ist gar nicht schwer, du brauchst nicht einmal ein besonderes Equipment. Eine Handykamera macht auch ordentliche Bilder. Wichtiger ist vielmehr die Situation, in der du knipst: Sorge zunächst dafür, dass dein Tier entspannt ist. Locke es mit lustigen Geräuschen oder rufe etwas, auf das es mit Begeisterung reagiert. Selbst die eigensinnigste Katze bekommst du vor die Linse, wenn du mit einer Plüschmaus oder Katze n- angel ihre Aufmerksamkeit weckst. Verzichte unbedingt auf Blitzlicht! Es produziert Schatten und rote Augen. Die meisten Tiere erschrecken sich und nehmen Reißaus. Schalte dein Handy auf stumm, damit das Klicken des Aus lösers dein Tier nicht ablenkt! Vögel vor der Linse Unsere gefiederten Freunde sind besonders fotogen – eigentlich. Hockt dein schöner Sittich brav auf der Stange, ist das Foto schnell langweilig. Sorge für Action, warte auf eine lustige Situation, etwa wenn er sich etwas in den Schnabel steckt und dabei seine Zunge zeigt. Flugbilder sind interessant, erfordern aber etwas Übung. Sofern dein Smartphone eine Funktion für Serienaufnahmen besitzt, empfiehlt es sich, die zu nutzen. Dann kannst du aus den Aufnahmen die schönste aussuchen. Wenn dein Tier rennt und tobt, ist die Lichtqualität wichtig. Draußen im Garten ist sie meistens gut. Je kürzer die Belichtungszeit, desto schärfer wird das Ergebnis. Für Innenaufnahmen schalte alle verfügbaren Lampen an, jedes Lumen extra senkt die Belichtungszeit. Vermeide es, dein Model mittig zu platzieren. Das wirkt schnell langweilig. Spiele herum, halte ein Leckerli über das Telefon, damit dein Tier direkt in die Kamera guckt, und suche ungewöhnliche Perspektiven. Fotografiere deinen Liebling aber nicht von oben! Das wirkt auf die meisten Tiere bedrohlich. 32

Tierisch informiert Christian Vieler ist professioneller Tierfotograf und bekannt für seine originellen Hundeporträts. Deine Hundeporträts sind unverwechselbar. Wie sind deine ersten Fotos dieser Art entstanden? Das war vor fast zehn Jahren und reiner Zufall: Ich wollte einen neuen Blitz ausprobieren und hatte meiner Labrador­Hündin Lotte Leckerli zugeworfen. Sie hat sie gefangen – und es sah toll aus! Was ist das Wichtigste, wenn man sein Haustier gut in Szene setzen möchte? Eine besondere Kamera ist nicht nötig. Motiviere den Hund, sorge dafür, dass er Spaß hat! Mit Futter klappt das ganz gut. Gehe auf den Boden. Ich rücke zudem lieber näher ans Motiv dran, weil ich so mit dem Tier interagieren kann. Warum schauen viele Hunde eigentlich immer weg, wenn man sie fotografieren möchte? Ich bin kein Tierpsychologe. Aber ich denke, dass sie es nicht mögen, wenn sie fixiert werden. Sie fühlen sich bedrängt und ziehen sich dann aus der Situation, indem sie ihren Kopf zur Seite drehen. Mehr Tipps für tierische Fotos: fressnapf.at/ fototipps Schwarze Tiere sind besonders schwierig zu fotografieren, heißt es ... Ich liebe schwarze Hunde und fotografiere sie sogar besonders gern. Tatsächlich lassen sie sich im Studio besser handhaben als schneeweiße Hunde. Mein Tipp für draußen: Achte auf weiches Licht! Das bekommst du unterm Baum oder unter einem Sonnenschirm. Direktes Sonnenlicht ist wiederum schlecht, es schafft zu starke Kontraste. 33

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