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Fressnapf Friends 05/22

Gemeinsam glücklich

Gemeinsam glücklich FRESSNAPF-HUNDE-EXPERTE LUKAS PRATSCHKER HUNDESPRACHE verstehen Das Video zum Thema und noch mehr Tipps von Lukas findest du unter: fressnapf.at/ school-of-dog Mit Worten kann dir dein Hund nicht sagen, wie es ihm geht. Um ihn zu verstehen, musst du seine Körpersprache richtig deuten. Diese nutzt er nicht nur unter Artgenossen, sondern auch gegenüber uns Menschen Ist dein Hund zum Spielen aufgelegt? Hat er Angst oder freut er sich? Wenn du deinen Vierbeiner verstehen willst, achte auf seine Körperhaltung! Seine Signale sagen viel über seine Befindlichkeiten aus. Besonders wichtig kann das werden, wenn dein Hund in eine Stresssituation kommt. Wenn du deinen Hund richtig liest, kannst du schon im Vorfeld einen Bissvorfall verhindern. Der Körperschwerpunkt Neigt dein Hund seinen Körperschwerpunkt nach vorn, fordert er eine Ressource ein. Das kann alles sein: ein Spielzeug, Platz, Aufmerksamkeit oder ein Leckerli. Diese Ressource beansprucht er nur für sich allein. Wird das von einem anderen Hund missachtet, kann es zu einem Konflikt kommen. Nimmt der Hund seinen Körperschwerpunkt zurück, kann es bedeuten, dass der Hund sich aus einer Situation herausnehmen möchte, etwa weil er unsicher ist. Besonders wichtig ist auch, dass du die Rute deines Hundes interpretieren lernst. Wedelt dein Hund mit dem Schwanz, heißt das nicht zwingend, dass alles in Ordnung ist. Eine wedelnde Rute weist auf Erregung hin, nicht auf Entspannung. Achte auch auf die Ohren: Stehen sie aufrecht, zeigt der Hund Aufmerksamkeit. Liegen die Ohren nach hinten an, zeigt er Unsicherheit. Du kannst deinem Hund da heraushelfen, indem du ihm eine klare Anweisung oder Aufgabe gibst. Beschwichtigungssignale Oft zeigt er in Stresssituationen Beschwichtigungssignale: Er wendet den Blick weg, hat ein aufgestelltes Fell oder zeigt die Zähne. Ist der Hund in einer Situation überfordert, kommt es auch zu Übersprungshandlungen. Es kann sein, dass er hochspringt, sich kratzt oder sich die Lefzen schleckt. Mit Anweisungen wie „Sitz!“ und „Bleib!“ kannst du ihn gut aus so einer Situation herausholen. 40

Gemeinsam glücklich Pfotenclub RUDELGEFLÜSTER Pfotenclub-Mitglieder fragen – Expertinnen antworten Unser Hund frisst seit ein paar Wochen nicht mehr aus dem Napf, nur aus der Hand. Ich bin auf Erwachsenenfutter umgestiegen und das schmeckt ihm nicht, er mag nur Welpenfutter. Was können wir ändern, damit er wieder aus dem Napf frisst? Wenn Ihr Hund ein Jahr alt ist, war es auf jeden Fall richtig, auf Erwachsenenfutter umzustellen. Das Futter sollte dem Energieniveau des Hundes angepasst sein, und das ist bei einem Welpen anders als bei einem adulten Tier. Wenn er das Futter nicht mag, würde ich auf eine andere Sorte umstellen. Am besten erst kleine Gebinde kaufen, bis das Richtige gefunden ist: Trockenfutter, Nassfutter oder Rohfütterung. Jede Variante hat Vor- und Nachteile. Auch innerhalb der Varianten gibt es viel Auswahl. Lassen Sie sich dazu von einem/einer Mitarbeiter:in in einer Fressnapf-Filiale beraten. Es ist bestimmt etwas dabei, das Ihrem Hund schmeckt. Vorausgesetzt, die Futterverweigerung hat keine gesundheitlichen Gründe. Ob der Hund unter Zahnschmerzen leidet oder etwas anderes dahintersteckt, kann nur ein Tierarzt klären. Ist der Hund gesund, würde ich die Handfütterung einstellen und warten, bis er frisst. Ist er hungrig, wird er das tun. Selbst wenn er mal einen Tag fastet, in der Hoffnung, dass noch etwas Besseres kommt. Also: Gesundheits-Check-up, neue Futtersorte ausprobieren, Handfütterung stellen. Jutta Durst ein- Unsere Katze (5 Monate alt) hat seit einer Woche sehr weichen, flüssigen Stuhlgang und muss oft aufs Klo. Beim Futter wurde nichts geändert, aber sie darf jetzt ins Freie. Liegt das daran? Sie können zu 100 Prozent davon ausgehen, dass sich an der Nahrung Ihrer Katze etwas verändert hat, seit sie ins Freie darf. Vielleicht hat sie schon ein paar Mäuse verspeist. Die sind zwar grundsätzlich gesund für Katzen, aber in dieser Phase stecken sich die Samtpfoten oft mit Würmern an. Bitte besorgen Sie sich beim Tierarzt eine Wurmkur. Der Tierarzt kann die Katze untersuchen, denn es gibt viele Gründe, warum die Katze so oft aufs Klo muss. Er kann auch das Verhalten und Gewicht beurteilen. Sabine Schroll Jutta Durst Verhaltenstrainerin für Hunde, Pfotenclub­Expertin Tanja Warter Tierärztin, Pfotenclub­Expertin Anmelden und mitmachen! Expertenwissen, Neuigkeiten und Gutscheine – jetzt anmelden unter: fressnapf­pfotenclub.at/ registrieren Sabine Schroll Tierärztin, Katzen­Expertin, Pfotenclub­Expertin 41

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