Aufrufe
vor 6 Tagen

Fressnapf Friends 05/26

Geschickte Jäger

Geschickte Jäger Hyänen sind viel faszinierender, als ihr Ruf vermuten lässt. Hinter den nachtaktiven Jägern stecken kluge Clan-Tiere mit überraschenden Fähigkeiten 1 Mehr Katze als Hund Auf den ersten Blick erinnern Hyänen an Hunde. Sie stammen aber von katzenartigen Vorfahren ab. Es gibt drei Arten: Tüpfelhyänen kommen in Afrika südlich der Sahara vor. Streifenhyänen leben in Vorder- und Zentralasien, in Indien und in Afrika. Schabrackenhyänen sind heute selten; man findet sie nur im südlichen Afrika. 2 Ökopolizei der Savanne Hyänen haben einen kräftigen Körper mit längeren Vorder- als Hinterbeinen. Dadurch fällt ihr Rücken nach hinten ab. Mit ihren robusten Kiefern können sie stärker zubeißen als Löwen und selbst große Knochen aufbrechen. Sie verzehren neben Fleisch auch Haut, Hufe und Knochen, sodass von einem Kadaver oft nichts übrig bleibt. So verhindern sie auch, dass sich Krankheiten ausbreiten. 36

Tierisch informiert 3 Anders Ausgezeichnete Jäger als oft dargestellt, sind Hyänen nicht nur Aasfresser, sondern richtig gute Jäger. Sie erlegen einen großen Teil ihrer Beute selbst und sind dabei erstaunlich ausdauernd. Sie hetzen ihre Beute kilometerweit, ohne müde zu werden. In Gruppen gelingt es ihnen sogar, größere Tiere wie Gnus oder Zebras zu überwältigen. Oft konzentrieren sie sich dabei auf kranke oder schwache Tiere. Hyänen sind größtenteils nachtaktiv und jagen im Schutz der Dunkelheit. 4 Die Sozial intelligent Tiere leben in Clans mit einer strengen Hierarchie, angeführt von einem Weibchen. Ähnlich wie in einer Monarchie erben Jungtiere den sozialen Status ihrer Mutter. Die Tiere arbeiten als Team zusammen und helfen sich bei Angriffen gegenseitig. Die Jungen können nach ihrer Geburt schon sehen und laufen und haben kleine Milchzähne. Bis sie ein Jahr alt sind, bleiben sie in der Nähe ihrer Höhle und werden immer von einem erwachsenen Tier bewacht. 5 Das Kichern ist ein Hilferuf Das berühmte Hyänenkichern klingt für uns lustig, ist aber tatsächlich kein fröhliches Geräusch, sondern ein Kommunikationssignal. Tüpfelhyänen „lachen“, wenn sie sich sozial unterwerfen, wegen Beuteverlust frustriert sind oder um Hilfe rufen. Daneben verständigen sich die Tiere auch durch andere Laute, etwa Quieken und Grunzen, aber auch durch Sekrete aus ihren Duftdrüsen. 37

Fressnapf Prints